Colonia del Sacramento, Uruguay

Heute nehme ich euch mit nach Colonia del Sacramento in Uruguay.

Ich habe nur wenige Stunden in dieser hübschen kleinen Stadt am Río de la Plata verbracht und keine konkreten Sehenswürdigkeiten besucht. Dafür habe ich das Flair genossen und möchte euch ein wenig beschreiben, wie es dort so ist:

Im März 2013 bestieg ich eine Fähre von Colonia Express, die ganz in der Nähe der Wohnung von meinen beiden Bekannten, im Stadtteil San Telmo abfuhr (und immer noch abfährt). Es dauerte ca. zwei Stunden bis die Fähre den breiten Fluss Río de la Plata überquert hatte und ich in Uruguay an Land gehen konnte. Es ist wirklich ein „Katzensprung“. Dennoch ändert sich die Zeitzone und es gibt nur noch einen Zeitunterschied von drei Stunden nach Europa. Colonia ist sehr klein und überschaubar – ein wirklich nettes Städtchen, welches sich gut für romantische Urlaube z.B. für Hochzeitsreisen anbietet.

Auszug aus meinem Buch: „Am Abend schaue ich mir mit zwei Mädels aus dem Hostel den Sonnenuntergang an und später laufen wir noch ins alte Zentrum und trinken eine Flasche uruguayischen Wein in einem sehr gemütlichen Restaurant. Dort verstärkt sich das Gefühl, dass man hier wirklich sehr gut seinen „Honey Moon“ verbringen könnte. […] Am nächsten Tag geht es für mich am Nachmittag bereits wieder zurück nach Buenos Aires. Zuvor mache ich noch einen langen Spaziergang am Meer, wobei das so nicht ganz richtig ist, denn es ist nicht das Meer, sondern der Fluss Río de la Plata, an dem ich entlanglaufe. Dieser wiederum mündet in den atlantischen Ozean. Das Wasser ist braun und kleine Wellen lassen den atlantischen Ozean in der Ferne erahnen. Die Bucht bei Colonia erstreckt sich über ca. 5-6 km und man kann gut in einer Stunde bis zum entferntesten Strand laufen. Am Strand sieht man kaum Menschen, obwohl ja gerade noch Spätsommer ist und die Temperaturen zum Baden einladen. Ich sitze am Fluss und lasse die Gedanken schweifen…“

Rio de la Plata

Wie ein Meer so groß und weit erscheinst du mir.

Wellen die ans Ufer rollen. Kleine, zarte Wellen nur.

Dennoch erreicht mich der Klang immer und immer wieder. Beruhigend, einschläfernd, fast ein bisschen monoton.

Aber ich werde nicht müde in die Ferne zu schauen. Dorthin wo du dich in den atlantischen Ozean ergießt.

Die Vereinigung von zwei Gewässern. Ein fließender Übergang. Keine Grenzen. Keine Barrieren. Einfach nur die große Weite und das Wasser, was sich bis zum Horizont erstreckt.

Antonia Ludwig, 08.03.2013, Colonia del Sacramanto

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