Typisch mexikanische Speisen und Getränke

Ein jeder kennt sie!

Die Tortillas, die Burritos und die Tacos, die in unseren mexikanischen Restaurants in Deutschland angeboten werden, angepasst an den Geschmack der Deutschen und natürlich immer große Portionen! Denn das mag der Deutsche, viiiieeeel 😉

Heute möchte ich euch aber einmal die Gerichte und Getränke zeigen, die ich dann tatsächlich in Mexiko vorgesetzt bekam. Wer hätte das gedacht!?

Chapulines

Das mit Abstand ausgefallenste Essen waren Chapulines, Grashüpfer in Oaxaca!!

Dieser knusprig knackige Knabberspaß schmeckte letztlich einfach nur so scharf, dass ich total vergaß, dass es sich um Grashüpfer handelte, die ich da gerade aß. Sie waren komplett in Chilipulver gewälzt und dass dieses in Mexiko deutlich schärfer ist als in Deutschland, das kann sich jeder vorstellen. So ist es auch nicht verwunderlich, dass ich die Chapulines wenig später noch einmal etwas weiter unten im Körper spürte bzw. zu spüren bekam…naja, die Details erspare ich euch 🙂

Tlayuda

Diese mexikanische Riesen-Pizza sieht nur so aus wie das italienische Pendant. Es handelt sich hierbei aber um eine Lenkrad-große teilweise frittierte oder gebackene Tortilla aus Maismehl, die in einer speziellen Pfanne namens Comal gebraten wird. Auf die typische Tlayuda aus Oaxaca kommen nur grober Schmalz, Asiento genannt, eine Schicht Bohnenmus (gekochte Bohnen werden typischerweise mit einem Avocadoblatt zusammen zerstampft und es kommt etwas Salsa Roja für die Schärfe hinzu), Queso Fresco (Frischkäse) und schließlich Tasajo-Fleisch (lufgetrocknet und geräuchert). Das sind die ursprünglichen Zutaten. Allerdings werden heutzutage auch oft Hähnchenfleisch, Tomaten, Avocado, Salat u.a. auf die frittierte Tortilla gelegt.

Ich aß in Mexiko-Stadt eine abgewandelte, vegetarische Tlayuda mit Bohnenmus, Avocadomus, Salat und Koriander….und natürlich mit queso fresco.

Mole poblano

Mole ist eine tiefbraune kakaohaltige warme Soße, die ursprünglich aus Puebla kommt, und die gern zu Hähnchen serviert wird.

Ceviche

Ceviche, rohen in Zitronensaft eingelegten Fischsalat, kannte ich schon aus Peru. Allerdings wurde das Ceviche in Tulum nicht aus rohem Fisch zubereitet, sondern es wurde mir ein Salat bestehend aus verschiedenen Meeresfrüchten, Tomatenstücken und Koriander, garniert mit Avocado vorgesetzt, was äußerst köstlich schmeckte. Dazu trank ich eine Michelina. (siehe unten)

Nieve

Nieve heißt übersetzt „Schnee“ und wird in Mexiko als Begriff für alle Eissorten verwendet. Ich probierte in Oaxaca die Sorte Kuss aus Oaxaca und Nieve quemada (rauchig schmeckende Eiscreme).

Caña de azúcar

Caña de azúcar habe ich während eines Ausflugs zu den Lagos de Montebello im schönen grünen Staat Chiapas gekostet. Es handelt sich hierbei um Zuckerrohrstangen. Man fühlt sich ein wenig in die Kindertage zurückversetzt, in denen man irgendwelche Süßigkeiten schleckerte…zutschen, ziehen, saugen…irgendwie muss der Zucker ja rauskommen 😉

Raspados

Dieses leckere Getränk bestehend aus Vanillemilch, Bananenscheiben und Eiswürfeln trank ich in Chiapa de Corzo nach einer (fürs Gemüt hitzigen) Bootstour durch den Cañón del Sumidero, bei dem wir unter anderem Krokodile sahen, die sich nur wenige Meter entfernt von uns an den Ufern des Flusses, Río Grijalva räkelten und sonnten.

Michelina

So wird ein Bier (hier ein Cerveza Pacifico) genannt, welches zusammen mit Eiswürfeln und Chili-Pulver serviert wird. Klar, die typisch mexikanische Note darf auch beim Bier nicht fehlen. 😉

Zusammen mit einem Ceviche und einem anschließenden Shrimp-Burrito war es einfach nur ein Genuss!

Pulque

Diesen milchig trüben Saft der Agave, der 2-6% Alkohol enthält, trinkt man entweder pur oder gemischt mit Saft, der letztlich den Geschmack des Getränkes bestimmt, denn pulque selbst hat keinen großartigen Eigengeschmack. Und hier noch ein paar mehr Infos zur Pulque:

Pulque ist ein alkoholisches Gärgetränk aus dem fermentierten Saft verschiedener Agaven, besonders der Agave salmiana. Die Gärung wird nicht – wie bei den meisten anderen Ethanol-haltigen Gärgetränken – durch Hefen bewirkt, sondern durch das Bakterium Zymomonas mobilis.

Coca Cola

Diesem westlichen Getränk will ich eigentlich keine große Aufmerksamkeit schenken, denn es ist nichts typisch Mexikanisches. Allerdings nimmt es eine derart wichtige Rolle bei den Mexikanern ein, dass ich es einfach mal am Ende erwähnenswert finde. Ich habe, und das ist mein voller Ernst, während meines 6-wöchigen Aufenthalts keinen MexikanerIn gesehen, der/die normales Wasser getrunken hat. Egal ob in Restaurants, an Straßenverkaufsständen oder bei Privatleuten zu Hause. Es scheint für Mexikaner einfach nicht wichtig zu sein bzw. so wenig zu schmecken, dass es verschmäht wird. Natürlich kann man in Mexiko das Wasser aus der Leitung nur bedingt trinken. Aber es gibt ja abgefülltes Wasser, so wie bei uns auch. Nur habe ich wirklich keinen einzigen Mexikaner in den 6 Wochen mit so einer Flasche in der Hand gesehen. Die Flasche mit der weißen Schrift auf rotem Grund dagegen sieht man überall und das Ergebnis ist wirklich erschreckend. Seit vielen Jahren hält Mexiko den Rekord bei Übergewicht und Diabetes…. Kein Wunder!!


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